Der Arzneimittel-Großhandel für Kontrastmittel und vieles mehr ...
 

Röntgenschürzen: Strahlenschutz versus Gewicht

In Kontrollbereichen muss laut Röntgenverordnung Strahlenschutzkleidung getragen werden. Nach dem Minimierungsgebot (ALARA-Prinzip – As Low As Reasonably Achievable) ist die Strahlendosis auch unterhalb der Grenzwerte so niedrig wie möglich zu halten. Das ALARA Prinzip umfasst jedoch einen zweiten wichtigen Gesichtspunkt: die vernunftgemäße Anwendung, insbesondere dann, wenn es zu Negativeinflüssen auf die Qualität der medizinischen Leistung oder gar die Gesundheit des Trägers kommen kann – kurz: wenn ergonomische Aspekte betroffen sind. Hier ist in erster Linie das hohe Gewicht der Schutzkleidung zu nennen. In der Literatur wird verschiedentlich über Wirbelsäulen- und Bandscheibenschäden beim häufigen Tragen von Röntgenschutzkleidung berichtet. Als persönliche Schutzausrüstung (PSA) unterliegt Schutzkleidung der EU-Richtlinie 89/686 EWG. Die Vorgaben dieser Richtlinie werden häufig nicht erfüllt.  In keiner Richtlinie oder Norm werden Schutzschürzen mit 0,5 mm Bleigleichwert gefordert. Genormter Standard für die meisten radiologischen Anwendungen ist die 0,35 mm Pb-Schürze, die ca. 30% leichter ist als die Ausführung mit 0,5 mm. Schutzkleidung sollte auf die Anatomie des jeweiligen Trägers zugeschnitten sein. Nur so kann eine Schürze ohne Einbußen an Schutzwirkung gewichtsoptimiert werden.
Der vollständige Beitrag zeigt die Einflussfaktoren zur Gewichtsreduzierung auf und kann hier herunter geladen werden.

Der vollständige Beitrag zum Download


Verfasser:
Dr.-Ing. Heinrich Eder
Strahlenschutzphysiker
Am Stadtpark 43, 81243 München,